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Wirbelsäulenbrüche werden jetzt vor Ort operiert

Wirbelsäulenbrüche werden jetzt vor Ort operiert

Premiere im St. Marienhospital Vechta

Vechta. Für Patientinnen und Patienten mit einem Bruch der Wirbelsäule gibt es in Vechta eine neue Behandlungsmöglichkeit: Denn in der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie des St. Marienhospitals werden jetzt auch Wirbelsäulenbrüche operativ versorgt. “Für das Krankenhaus ist dies eine Premiere und zugleich eine Erweiterung des unfallchirurgischen Behandlungsspektrums”, so Dr. Raphael Bocklage, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie.

Betroffen sind keineswegs nur Menschen nach schweren Unfällen. Gerade bei älteren Patientinnen und Patienten können Wirbelkörperbrüche auch als Folge einer Osteoporose auftreten. Manchmal reicht bereits ein vergleichsweise leichter Sturz aus, um einen Wirbelkörper zu verletzen. Daneben können Wirbelsäulenbrüche beispielsweise bei Stürzen aus größerer Höhe, bei Verkehrsunfällen oder bei Berufsunfällen entstehen.

Nicht jeder Bruch der Wirbelsäule muss operiert werden. Entscheidend sind unter anderem die Art des Bruches, seine Stabilität, mögliche Fehlstellungen sowie die Beschwerden der Patientinnen und Patienten. 

„Mit der operativen Behandlung von Wirbelsäulenbrüchen schließen wir eine wichtige Lücke in unserem bisherigen Versorgungsspektrum“, sagt Dr. Bocklage: „Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem, dass sie bei entsprechenden Verletzungen nicht mehr grundsätzlich für eine Operation an ein anderes Krankenhaus weiterverlegt werden müssen. Diagnostik, operative Behandlung und die weitere Betreuung können nun aus einer Hand und wohnortnah erfolgen.“

Bei den Eingriffen geht es darum, die verletzte Wirbelsäule zu stabilisieren, Schmerzen zu reduzieren und den Betroffenen eine möglichst frühe Mobilisierung zu ermöglichen. Welches operative Verfahren zum Einsatz kommt, wird für jeden Patienten individuell entschieden.

Besondere Bedeutung hat das neue Angebot auch angesichts einer älter werdenden Bevölkerung. Osteoporose bedingte Wirbelkörperbrüche gehören zu den Verletzungen, die im höheren Lebensalter häufiger auftreten. Gerade für ältere Menschen kann eine Behandlung in der Nähe ihres Wohnortes von Vorteil sein, da lange Transportwege und Verlegungen vermieden werden können.

Eine wichtige Abgrenzung gibt es allerdings: Die neue operative Wirbelsäulenversorgung umfasst Verletzungen und Brüche der Wirbelsäule. Bandscheibenvorfälle gehören nicht zu diesem Behandlungsspektrum.

“Mit der neuen Möglichkeit erweitert das St. Marienhospital Vechta seine unfallchirurgische Versorgung um einen weiteren wichtigen Baustein”, betont Dr. Bocklage.

Kontakt

Ansprechpartner

Daniel Meier
Pressearbeit
Krankenhäuser Schwester Euthymia Stiftung

0163 288 56 88
daniel.meier@remove-this.ses-stiftung.de