17.06.2019 11:02

St. Franziskus-Hospital Lohne mit Qualitätssiegel ausgezeichnet


Ulrich Pelster, Thomas Meyer, Dr. Jörg Sommer (Ärztlicher Direktor), Annedore Dierksen (Pflegedirektorin) und das Team der Abteilung für Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung mit Cornelia Ostendorf, Yvonne Borgerding und Christina Fung (v.l.n.r.)

Grund zur Freude: Intensive Vorbereitungen waren dem Tag vorausgegangen, nun halten die Mitglieder des Direktoriums des St. Franziskus-Hospitals Lohne das begehrte Zertifikat der Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 in den Händen. Die Zertifizierung nach dieser Norm ist aus anderen Branchen sehr bekannt, im Krankenhaus ist die Zertifizierung freiwillig. Die Patienten profitieren von besseren Abläufen und einer stetigen Weiterentwicklung der Klinik.

Diese freiwillige Gesamtzertifizierung ist ein überprüfbarer Garant für Qualitätsoptimierung, Weiterentwicklung und Selbstreflexion. Die Patienten profitieren dabei von der täglichen Umsetzung.

Bei der DIN ISO - Zertifizierung wurden alle Patientenwege in der Klinik, direkt sichtbare aber auch für den Patienten nicht sichtbare Abläufe, überprüft. Ziel ist es, den Weg des Patienten, den er während der Behandlung durch das Krankenhaus geht, reibungsfrei zu gestalten. Auch die Qualität der Ergebnisse der Krankenhausbehandlung werden gemessen, bewertet und daraus Verbesserungsmöglichkeiten abgeleitet.  

„Diese Zertifizierung ist ein Aushängeschild für alle unserer Patienten. Denn als international anerkanntes und am stärksten verbreitetes Qualitätsmanagement-Verfahren weist sie nach, dass die Klinik gut organisiert und verlässlich ist“, erklärt Geschäftsführer Thomas Meyer.

„Qualitätsmanagement ist ein kontinuierlicher Prozess, der nur funktioniert, wenn sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die stetige Verbesserung der Abläufe und Strukturen einsetzen“, erklärt Ulrich Pelster,  Geschäftsführer der Kliniken Lohne und Vechta sowie Vorstand der Schwester Euthymia Stiftung. „Ich bin sehr froh und danke allen Mitarbeitern, dass wir diese Hürde erfolgreich gemeinsam gemeistert haben“, so Pelster weiter.

Die Gesamtzertifizierung ist der Beginn eines kontinuierlichen Prozesses zur Verbesserung der Qualität in der Patientenversorgung, denn jedes Jahr wird erneut überprüft, ob das Qualitätsmanagementsystem die festgelegten Standards erfüllt. So zeigen die regelmäßigen Überprüfungen auch immer wieder Verbesserungspotentiale auf. Langfristig wird auf diesem Wege sichergestellt, dass die Patienten eine Versorgung auf höchstem Qualitätsniveau erhalten.

Ulrich Pelster sieht noch einen weiteren Vorteil: „Die nun fest etablierten Organisationsstrukturen und Prozesse ermöglichen es uns, auf Veränderungen und neue Anforderungen, wie zum Beispiel durch gesetzliche Regelungen oder Vorgaben der Krankenkassen, schnell und effizient zu reagieren.“ Das schaffe nicht nur Vorteile für die Patienten und für die Mitarbeiter sondern fördere auch die Wettbewerbsfähigkeit der Kliniken. Dabei spricht er auch aus Erfahrung, denn die Kliniken Cloppenburg und Vechta wurden schon 2016 erfolgreich nach DIN ISO gesamtzertifiziert.

Bereits im Jahr 2017 begannen die Vorbereitungen mit internen Audits in den Abteilungen. Bei einer Gesamtzertifizierung bedeutet das: Alle Bereiche der Patientenversorgung werden untersucht -  vom OP bis zur Hygiene, von der Diagnostik bis zur Küche.

Nach der ersten Ist-Aufnahme folgten Qualitätszirkel, bei denen die Prozesse nicht nur in den einzelnen Abteilungen sondern auch abteilungsübergreifend dargestellt und entsprechend einer einheitlichen Gesamtstruktur aufgebaut wurden. „Einige Abteilungen waren bereits zertifiziert“, berichtet Cornelia Ostendorf, Leiterin  Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung. Erfolgreiches Qualitätsmanagement kann jedoch keine Insellösung sein und an der Tür einer Abteilung aufhören, sondern setzt genau dort an und regelt den reibungslosen Ablauf in den nächsten Bereich“, ergänzt sie.  

Durch das Qualitätsmanagement werden gemeinsame Standards und Arbeitsabläufe festgelegt, die eine hohe Qualität bei fachgebietsübergreifenden Prozessen gewährleisten. Alle Prozesse werden im Qualitätsmanagement-Handbuch, dem Herzstück der Qualitätssicherung, dokumentiert. Für die Zertifizierung stand das Lohner Krankenhaus mehrere Tage auf dem Prüfstand. Externe Auditoren warfen einen prüfenden Blick in alle Abteilungen. Im Fokus stand dabei die Patientenversorgung unter Einhaltung der standardisierten Abläufe und der Qualitätsnormen.

DIN EN ISO 9001 ist eine branchenübergreifende internationale Qualitätsmanagement-Norm. Sie beschreibt welchen Anforderungen ein Qualitätsmanagementsystem genügen muss, um einen bestimmten Standard zu entsprechen. Die Norm bietet einen zertifizierungsfähigen Rahmen dafür, die kontinuierlichen Verbesserungen des Managementsystems voranzutreiben. In der Gesundheitsversorgung steht sie für ein hohes Maß an Qualität. Eine Verpflichtung zur Zertifizierung besteht nicht.   


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