11.06.2020 10:40

Förderpreis

Projekt aus dem St. Marienhospital Vechta erhält Förderung für den optimierten Einsatz von Fremdblutkonserven


(v. l. n. r.): Aloys Muhle, Privat-Dozent Dr. med. Christian Hönemann, Dr. med. Volker Meister, Dr. med. Olaf Hagemann

Über die stolze Fördersumme von 10.000 Euro für den „Aufbau einer Anämieambulanz in Vechta: Anästhesie, Gastroenterologie und Hämatologie“ von der Patient Blood Management (pbm) Academy dürfen sich zusammen mit der Geschäftsführung die Chefärzte Privat-Dozent Dr. Christian Hönemann, Dr. Olaf Hagemann (beide Anästhesie und Intensivmedizin) sowie Dr. Volker Meister (Gastroenterologie, Onkologie & Allgemein Innere) vom St. Marienhospital Vechta freuen.

Mit dem Förderprogramm unterstützt die pbm Academy Stiftung Projekte in Deutschland, die das Ziel verfolgen, die Aufmerksamkeit für das Patient Blood Management zu erhöhen und die Behandlungsqualität im deutschen Gesundheitswesen flächendeckend durch die Einführung von Patient Blood Management zu verbessern.

Bereits seit 2008 behandelt das Vechtaer Team der Anästhesie und Intensivmedizin stationäre Patienten im Sinne des Patient Blood Managements - ein Verfahren, das im klinischen Einsatz Fremdblutkonserven auf ein notwendiges Mindestmaß beschränkt. „Am St. Marienhospital Vechta haben wir frühzeitig auf die Vorteile des Patient Blood Managements gesetzt und die Standards weiterentwickelt“, erklärt Privat-Dozent Dr. Christian Hönemann. Besonderes Augenmerk wurde und wird dabei auf Patientensicherheit und Qualität bei der Behandlung von Krebspatienten gelegt. Dr. Olaf Hagemann erläutert den Hintergrund: „Bei jeder größeren Operation kann es zu unvorhersehbaren Blutungen kommen. In der Regel erfolgt zur Stabilisierung des Patienten eine Bluttransfusion, also die Gabe von gespendetem Blut oder Blutbestandteilen.“

Sogar in einem nicht-universitären Krankenhaus wie Vechta wird deutlich, dass sich durch die konsequente Implementierung des Patient Blood Managements der Verbrauch von Bluttransfusionen um etwa 50 Prozent reduzieren lässt. Das Vorgehen basiert auf vier Behandlungssäulen: der Optimierung der Gerinnung, der präoperativen Optimierung des Blutstatus, dem rationalen Einsatz von Blutkonserven sowie blutsparenden Maßnahmen in der Chirurgie. Durch blutsparende OP-Techniken sowie die Aufbereitung und Rückgabe von Wundblut werden körpereigene Ressourcen geschont. Gerinnungsstörungen wird gezielt vorgebeugt und die Gabe von Gerinnungspräparaten reduziert, im Idealfall sogar vollständig vermieden. Lautet die Diagnose Blutarmut (Anämie), wird der Patient durch den Ausgleich des Eisen- und Vitaminmangels wirkungsvoll behandelt.

„Wir sind glücklich und stolz über diese besondere Anerkennung“, so Dr. Hönemann. Geschäftsführer Aloys Muhle erklärt: „Der Förderpreis bestätigt unseren beschrittenen Weg. Wir werden auch weiterhin daran arbeiten, die Qualität der Versorgung unserer Patienten zu optimieren.“
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