03.12.2019 00:00

Breite Unterstützung für ein Zentralklinikum Vechta/Lohne


Vechta/Lohne 3. Dezember 2019. Die Zusammenlegung des St. Marienhospitals Vechta und des St. Franziskus-Hospitals Lohne findet breite Unterstützung. Der Antrag an das Land Niedersachsen, die Errichtung eines Neubaus an einem zentralen Standort zu fördern, wird von allen Seiten unterstützt. Dies haben die Verantwortlichen nun in einer Erklärung bekräftigt.

Die Krankenhäuser

Die Schwester Euthymia-Stiftung und die Ortsstiftungen St. Marien und St. Franziskus sind Gesellschafterinnen der beiden Krankenhausgesellschaften. Alle Gesellschafter haben sich für die Zusammenlegung deutlich ausgesprochen und damit den Weg für die Antragstellung im August freigemacht. Offizialatsrat Bernd Winter als Vorsitzender des Stiftungsrates der Schwester Euthymia-Stiftung: „Durch einen solchen mutigen Schritt würde die Versorgung der Bevölkerung auf Jahrzehnte gesichert. Es zeigt sich, dass die konfessionellen Krankenhäuser ihre Aufgabe sehr ernst nehmen und mit Weitblick agieren.“

Landkreis, Städte, Landtagsabgeordnete

Auch der Landkreis Vechta, vertreten durch Landrat Herbert Winkel, die Städte Vechta und Lohne, vertreten durch die Bürgermeister Kristian Kater und Tobias Gerdesmeyer und der Landtagsabgeordnete Dr. Stephan Siemer unterstützen die Planungen intensiv. Unter Beteiligung und des Entscheidungsvorbehalts der und durch die jeweiligen politischen Gremien in den Städten Vechta und Lohne reicht diese Unterstützung von der Klärung der Standort- und Grundstücksfrage über eine regelmäßige wechselseitige Information bis zur gemeinsamen Entwicklung von Nachnutzungskonzepten. Alle ziehen an einem Strang.

Chefärzte, Mitarbeitervertretungen und Geschäftsführer

vertreten folgende Auffassung: „Eine solche Konzentration ist sehr sinnvoll. In Zukunft werden  die Krankenhäuser auf hohem Qualitätsniveau arbeiten können, die ausreichend qualifiziertes Personal vorhalten, um ihre Angebote 24 h am Tag, 365 Tage im Jahr zu erbringen. Dies ist erst ab einer bestimmten Größe eines Krankenhauses möglich, die mit dieser Zusammenlegung erreicht wird. Gestärkt wird die Gesundheitsversorgung  dieser Region. Attraktive Arbeitsplätze werden erhalten und Patienten wird auch in Zukunft eine hervorragende medizinische Versorgung geboten.“

Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser

Dr. Martin Pohlmann ist Geschäftsführer der katholischen Krankenhäuser beim Landescaritasverband: „Noch vor wenigen Jahren wäre ein solcher Zusammenschluss zwischen Lohne und Vechta undenkbar gewesen. Es ist vorbildlich, dass die Trägervertreter, die Leitung und mehrheitlich auch alle Mitarbeiter diesen richtigen Schritt jetzt auch aktiv unterstützen. Die Region kann davon nur profitieren".

Letter of intent

Alle Beteiligten haben einen sogenannten Letter of intent unterzeichnet. Hier wird festgestellt:

  • Eine schlüssige Erweiterung der Kapazitäten an einem der bestehenden Standorte ist nicht in hinreichendem Maße möglich.
  • Eine Zusammenfassung der Häuser Vechta und Lohne in einem Neubau stellt  sicher, dass die Region auf sehr hohem medizinischem und pflegerischem Niveau versorgt wird: es erreichen sämtliche Fachabteilungen eine Größe, die die Besetzung mit mindestens fünf Fachärzten sicherstellt.
  • Bei dem ins Auge gefassten Standort ist die Versorgung der Bevölkerung in den Einzugsgebieten beider bestehender Krankenhäuser in jeder Hinsicht und dauerhaft gewährleistet und gesichert.
  • Ein modernes Zentralklinikum wird die Position der Gesundheitsversorger stärken, wenn es um die Fachkräftegewinnung geht.
  • Ein modernes Zentralklinikum als Anker stärkt alle Bildungseinrichtungen, die in der Ausbildung in Gesundheitsberufen engagiert sind.

Die Vertragspartner bekräftigen ihre Unterstützung für das Vorhaben und treffen vorbehaltlich der Beteiligung und der ggf. Entscheidung durch die jeweiligen politischen Gremien Regelungen für die intensive Kommunikation und Information in allen Belangen der Sicherstellung der Krankenhausversorgung im Einzugsgebiet der Krankenhäuser Vechta und Lohne.

Der „Letter of Intent“ wurde kurzfristig den verantwortlichen Stellen in Hannover zur Verfügung gestellt. Hierzu zählen Ministerpräsident Stephan Weil, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. Carola Reimann, Staatssekretär Heiger Scholz, der Städtetag, der Städte- und Gemeindebund, sowie die Kostenträger.

Gutachten

Der namhafte Krankenhausexperte Dr. Ernst Bruckenberger, Hannover, hat kürzlich ein Gutachten vorgelegt, in dem die Sinnhaftigkeit der Planungen nachgewiesen wird.

Die Kernaussagen stellen sich wie folgt dar:

  • Ein Zentralneubau der Krankenhäuser Vechta und Lohne ist im Interesse einer qualifizierten und wirtschaftlichen ortsnahen Versorgung sehr erstrebenswert
  • Aus der Analyse von Patientenherkunft bzw. Patientenwanderung wird erkennbar, dass der geplante Standort optimal ist
  • Der Landkreis Vechta ist von den drei Oberzentren Bremen, Oldenburg und Osnabrück mit den entsprechenden Krankenhausstrukturen umgeben
  • Der Landkreis Vechta ist durch eine vergleichsweise hohe Geburtenrate und eine günstige Bevölkerungsprognose gekennzeichnet
  • Die Eigenversorgungsquote (Anteil der Patienten aus dem Landkreis Vechta, die im Landkreis Vechta behandelt werden) ist mit rd. 75% im Landkreis Vechta unverändert außerordentlich hoch
  • Auch die Zuwanderungsquote (Anteil der Patienten aus anderen Landkreisen an der Gesamtzahl der im Landkreis Vechta behandelten Patienten) aus Nachbarlandkreisen ist mit rd. 42 % sehr hoch

Diese Analyse beruht auf den aktuellsten verfügbaren Daten und Fakten des Landesamtes für Statistik Niedersachen; es handelt sich also nicht um Schätzungen.

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Bilduntertitel (v.l.n.r.): Dr. med. Dietmar Seeger, (Ärztlicher Direktor und Chefarzt St. Marienhospital Vechta), Thomas Meyer (Geschäftsführer St. Franziskus-Hospital Lohne), Monsignore Bernd Winter (Vorsitzender Stiftungsrat Schwester Euthymia Stiftung), Dr. med. Jörg Sommer (Ärztlicher Direktor und Chefarzt St. Franziskus-Hospital Lohne), Bürgermeister Kristian Kater, Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer, Landrat Herbert Winkel, Ulrich Pelster (Vorstand Schwester Euthymia Stiftung), Dr. Stephan Siemer (MdL, CDU-Fraktion), Luise Wolking (Mitarbeitervertretung St. Franziskus-Hospital Lohne), Hedwig Schwärter (Mitarbeitervertretung St. Marienhospital Vechta), Aloys Muhle (Geschäftsführer St. Marienhospital Vechta), Annedore Dierksen (Pflegedirektorin St. Marienhospital Vechta und St. Franziskus-Hospital Lohne)


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